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Wie kann ich Bier selber brauen?

Was man braucht: Zutaten: 3,5 kg helles Lagermalz 40 g Hallertauer Perle Hopfendolden (6,5%a-SĂ€ure) 1 P. Trockenhefe Real Ale Hefe, obergĂ€rig 90 g Zucker oder 100 g Malzextrakt fĂŒr die FlaschengĂ€rung GerĂ€tschaft: MalzschrotmĂŒhle oder KĂŒchenmaschine mit Schlagwerk, KĂŒchenwaage, Messbecher fĂŒr 1 Liter, Edelstahlkochtopf mit 20 bis 30 Litern Inhalt, Stabthermometer, 2 Kochlöffel min. 50 cm lang, Schöpfkelle, Messzylinder fĂŒr 250 ml, BierwĂŒrzspindel, Bierheber, Briefwaage, WĂŒrzsiebbeutel (0.2 ”m Maschenweite) mit Trichter, Plastikwanne, GĂ€rgefĂ€ĂŸ mit 30 Litern, gr. Öffnung, Deckel, GĂ€rglocke und -röhrchen mit Abflusshahn, großer Löffel, AbfĂŒllschlauch 1-2 m mit Schlauchklemme, Raumthermometer, Bierflaschen zum AbfĂŒllen, FlaschenreinigungsbĂŒrste
Schwierigkeit: Die Herstellung eigenen Bieres ist sicher nicht einfach. Man brauch das richtige Material, die richtigen Zutaten, muss Temperaturen und die richtigen Schritte beachten. Wenn es beim ersten Mal nicht klappt, sollte man sich vielleicht noch weiter belesen und es von vorn versuchen.
Anmerkungen: Herstellung von Pilsener Bier mit 12% StammwĂŒrze und einem EndvergĂ€rungsgrad von ca. 4%.
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1. Vorbereitung: Falls ein hoher HĂ€rtegrad vorliegt, sollte das Wasser enthĂ€rtet werden. SĂ€mtliches Zubehör muss mit kochendem Wasser bereinigt werden (es darf dabei kein SpĂŒlmittel verwendet werden). Die Trockenhefe muss angesetzt werden, um zu quellen und sich zu vermehren.
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2. Maischen: Hier wird das Malzschrot in 14 l Wasser erwĂ€rmt, wodurch ein Großteil der schwerlöslichen Bestandteile zu WĂŒrze umgewandelt wird. Das ganze dauert ca. 20 Minuten bei 52 °C. Daran folgt die sog. Eiweißrast bei 53°C ĂŒber 15 Minuten (große EiweißmolekĂŒle werden in kleinere Bestandteile aufgespalten). Dies fördert die StabilitĂ€t des Schaums, sowie die KlĂ€rung und Herausbildung der KohlensĂ€ure. Nachdem das Ganze in 13 Minuten auf 63°C erwĂ€rmt wurde folgt die Maltoserast, die Grundlage fĂŒr die spĂ€tere GĂ€rung (40 Minuten). Es folgt eine Verzuckerungheizung bei 72°C mit einer Rast von 45 Minuten. Danach wird eine Jodprobe gemacht. Wenn sich eine entnommene Probe blau oder rot fĂ€rbt muss die Verzuckerungsrast fortgesetzt werden. Bei braun oder gelb kann man weiter machen, denn die gesamte StĂ€rke im Bier ist verzuckert.
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3. Abmaischen: Hierzu wird die Temperatur auf 78°C erhöht (auf keinen Fall höher).
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4. LĂ€utern: Das ausgewaschene Malz wird wird von der WĂŒrze getrennt. Dazu gibt man die Maischen in einen LĂ€uterbottich. Und von dem lĂ€sst man anschließend die klare WĂŒrze zurĂŒck in den Topf fließen.
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5. Nachguss: Mit 14 Litern heißem (78°C) Wasser schwemmt man die letzten löslichen Bestandteile aus dem Malz heraus. Anschließend prĂŒft man mit der Bierspindel den WĂŒrzgehalt (angegeben in Gewichtsprozent). Ist der Wert zu hoch, kann man Brauwasser zum verdĂŒnnen dazu geben. Ist er zu niedrig, lĂ€sst man im nĂ€chsten Schritt mehr Wasser verdanken.
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6. WĂŒrze kochen: Durch das Kochen wird ide Enzym-TĂ€tigkeit auf gehalten. außerdem tötet das Kochen Bakterien ab, die die GĂ€rung verderben könnnen. Hier muss man darauf achten, dass nichts ĂŒberkocht. Vor dem Kochen (75 Minuten) wird der Hopfen dazu gegeben.
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7. Ausschlagen: Hohe Hygiene und Sauberkeit sind hier besonders wichtig (steril arbeiten). Der Kochtopf muss jetzt ins kalte Wasserbad gestellt werden. Es setzt sich der kochtrub auf dem Boden ab. Die WĂŒrze muss von diesem getrennt werden. Dazu lĂ€sst man die heiße WĂŒrze durch den Filter in einen sterilen GĂ€rbehĂ€lter.
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8. AbkĂŒhlen: Das GĂ€rgefĂ€ĂŸ wird mit einem sauberen tuch abgedeckt und ins kalte Wasserbad gestellt. Durch gelegentliches UmrĂŒhren mit einem sterilem Löffel ist fĂŒr Sauerstoffversorgung gesorgt. Die WĂŒrze sollte innerhalb 1,5 Stunden abkĂŒhlen.
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9. HauptgĂ€rung: Bei 20°C sollte nun die Bierhefe angestellt werden. D.h. unter stĂ€ndigem RĂŒhren hinzugefĂŒgt, damit viel Sauerstoff hinein gelangen kann. Dann den BehĂ€lter schnell fast luftdicht verschließen (Keime). In den ersten 6 Stunden sollte oft umgerĂŒhrt werden, damit die WĂŒrze gut belĂŒftet wird. Danach kommt der BehĂ€lter am besten in den Keller – an einen Ort ohne Temperaturschwankungen (5°C sind optimal). Die HauptgĂ€rung dauert ca. 8 Tage. Es entsteht ein Schaum auf dem Bier – KrĂ€usen. Wenn diese KrĂ€usen zusammen fallen, ist die HauptgĂ€rung beendet. Das Bier hat nun ca. 4-5% Alkohol. Nun muss der restliche Schaum abgeschöpft werden. Wenn einem das junge bier noch zu sĂŒĂŸ ist, sollte man es noch lĂ€nger gĂ€ren lasssen.
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10. NachgĂ€rung: Nach der HauptgĂ€rung wird das Jungbier in sterile Flaschen abgefĂŒllt. UngefĂ€hr 10% Flascheninhalt sollten leer bleiben, fĂŒr das sich bildende Kohlendioxyd. Dann werden die Flaschen fest verschlossen und 3 bis 5 Tage abgedunkelt stehen gelassen. Sie mĂŒssen aber mindestens einmal am tag geöffnet werden um das ĂŒberschĂŒssige Kohlendioxyd entweichen zu lassen. Als letztes muss das Bier nur noch in einem dunklen Raum bei 0-3°C ca. 10-15 Wochen reifen.