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Wie berechnet man eine VorfÀlligkeitsentschÀdigung?

Anmerkungen: Bei einem ĂŒber einen gewissen Zeitraum langfristig festgelegten Zinssatz kann einer Bank ein Schaden entstehen, wenn der Darlehensnehmer das Darlehen vorzeitig kĂŒndigt und das Darlehen vorzeitig tilgt. In diesem Fall kann die Bank eine VorfĂ€lligkeitsentschĂ€digung verlangen.
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Im Internet gibt es fĂŒr die Berechnung dieser VorfĂ€lligkeitsentschĂ€digung einen Rechner. Dieser findet sich unter www.aspect-online.de/banken/baufinanzierung/vorfaelligkeitsentschaedigung-rechner/.
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Die Höhe des Schadens bemisst sich gemĂ€ss § 490 Abs. 2 S. 3 BGB. Der Schaden beruht darauf, dass der vertraglich vereinbarte Zinssatz ĂŒber dem Zinssatz fĂŒr ein ErsatzgeschĂ€ft liegt.
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Ein ErsatzgeschÀft ist etwa die Neuausleihung des Geldes (Aktiv-Aktiv-Methode) oder das Anlegen in Hypothekenpfandbriefen (Aktiv-Passiv-Methode).
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Bei der Aktiv-Aktiv-Methode berechnet sich der Schaden aus der Zinsdifferenz zwischeb dem vereinbarten Zinssatz und dem aktuell fĂŒr Darlehen geltenden Zinssatz zuzĂŒglich eines Zinsmargenschadens von 0,5%.
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Die Aktiv-Passiv-Methode erfasst zunĂ€chst die ausfallenden Zahlungenin Form eines Cashflows und gleicht diese fingiert durch eine Anzahl von HypothekenpfandbriefgeschĂ€ften mit nach Laufzeit gestaffelten unterschiedlichen Renditen, welche zur Zeit der DarlehensrĂŒckzahlung als beendet gelten, durch deren Zins- und RĂŒckzahlungsbetrĂ€ge ausgeglichen.
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Da der zur Abwicklung dieser GeschĂ€fte erforderliche Geldbetrag höher ist als das zurĂŒckgezahlte Darlehenskapital, besteht eine Differenz, die den Schaden darstellt.